Die wichtigste Aufgabe liegt in der pathohistologischen Diagnostik, die bei über 40.000 Patienten p.a. die Grundlage der klinischen Diagnose und Therapie darstellt. So können z.B. gut- und bösartige Tumoren nur unter dem Mikroskop definitiv beurteilt werden. Das gilt analog auch für zahlreiche Entzündungserkrankungen.

Spezialuntersuchungen

Die konventionelle Diagnostik wird bedarfsweise durch spezielle immunhistochemische und molekularpathologische Verfahren ergänzt. Häufig sind nur bei Anwendung von Methodenkombinationen relevante Aussagen zum funktionellen Krankheitsgeschehen möglich. Dies gilt insbesondere für die Onkologie mit Fragen zu Histogenese, Prognose und Zytostatikaresistenz sowie für die Infektionspathologie mit Fragen zum Erregernachweis, z.B. Tuberkulose, Virusinfektionen, Pilze et cetera. Hierfür stehen speziell ausgebildete Mitarbeiter zur Verfügung.

Die MitarbeiterInnen

Im Institut sichern 12 Oberärzte, 5 Fachärzte, 16 Ärzte in der Weiterbildung und 8 Naturwissenschaftler ein hohes internationales Niveau in Krankenversorgung, Forschung und Lehre. Für die diagnostische Immun- und Molekularpathologie stehen zertifizierte Speziallabors zur Verfügung.

Speziell trainierte medizinisch-technische MitarbeiterInnen und das Sekretariat bilden die Grundlage für den reibungslosen Arbeitsablauf.

Hier sind die diagnostischen Spezialgebiete, die von den Ärzten des Instituts vertreten werden, dargestellt.

Qualitätsmanagement - Diagnostik und Dokumentation

Zur Absicherung einer hohen diagnostischen Präzision und zur Fehlervermeidung werden alle Präparate von mindestens zwei Pathologen - einem Arzt in der Weiterbildung und einem Oberarzt beurteilt. Schwierige Fälle werden in der täglichen Diagnosekonferenz entschieden.

Der diagnostische Standard wird ferner durch klinisch-pathologische Konferenzen (siehe hier) z.B. als zertifizierter Partner von Mamma- und Darmzentrum der Charité gesichert.

Sämtliche klinischen Angaben und histologischen Befunde werden elektronisch gespeichert und sind jederzeit abrufbar. Alle Befunde, Schnitte und Paraffinblöcke werden mind. 25 Jahre archiviert und sind für Rückfragen und/oder nachträgliche Spezialuntersuchungen verfügbar.

Seltene OP-Präparate werden beim Zuschnitt digital dokumentiert und auf Wunsch den klinischen Partnern zur Verfügung gestellt.

Ferner besteht ein telepathologisches Konsultationszentrum, durch das das Institut weltweit mit dem Expertennetz der UICC (International Union Against Cancer) verbunden ist.

Siehe auch die Seite Qualitätsmanagement.

Qualitätssicherung - Technik

Vollautomatische immunhistologische Färbeautomaten der neuesten Generation, die von der amerikanischen Food and Drug Administration zugelassen sind, entsprechen den höchsten Anforderungen an eine moderne Diagnostik, die oft auch maßgeblich die Therapie lenkt, z.B. Rezeptorstatus oder HER2-Expression beim Mammakarzinom.

Jede Immunhistologie wird durch On-slide Kontrollen abgesichert.

Das Institut leitet zwei nationale Ringversuche zur diagnostischen Molekularpathologie (siehe hier) und nimmt an der Öffnet externen Link im aktuellen FensterQualitätssicherungs-Initiative Pathologie (QuIP) der Deutschen Gesellschaft für Pathologie und des Berufsverbandes Deutscher Pathologen e.V. teil.

Leitlinien in der Tumorpathologie als Beispiel standardisierter Diagnostik

Qualität und Erfolg der klinischen Onkologie hängen wesentlich von funktionierender Interdisziplinarität ab. In der Charité-Pathologie werden daher für die onkologische Diagnostik internationale Leitlinien zugrunde gelegt. Dazu liegen verbindliche "standard operating procedures" für die Makroskopie, die Aufarbeitung und die mikroskopische Befundung vor.

Leitlinien und Diagnoseschlüssel basieren stets auf dem aktuellen TNM/UICC-System in Kombination mit der WHO-Klassifikation und den Arbeitsrichtlinien der Fachgesellschaften.

Siehe auch die Seite Diagnostische Richtlinien.

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