Funktionelle Immunpathologie in Onkologie und Infektiologie

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Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Immunhistologie als eine zur Beantwortung zahlreicher diagnostischer Fragestellungen notwendige Methode erwiesen. Dies gilt gleichermaßen für entzündliche und neoplastische Erkrankungen, bei denen Aussagen über Primärtumor, Prognose, Proliferation, Zytostatikaresistenz, Erreger etc. die therapeutischen Entscheidungen beeinflussen können. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, wurden im Rahmen der Neustrukturierung des Instituts spezielle immunhistologische Laboratorien neu ausgestattet. Darin werden die unter modernen diagnostischen Maßstäben notwendigen Antikörper und Detektionsverfahren vorgehalten.

Die Immunhistologie ermöglicht z.B. die Immunphänotypisierung tumorösen Gewebes mit Darstellung Gewebe- und Tumor-assoziierter Marker:

  • zur Klärung der Histogenese bei unbekanntem Primärtumor 
  • zur genauen Klassifikation maligner Tumor (Lymphom, Sarkom) 
  • zum Nachweis prädiktiver und prognostischer Biomarker
  • bei unklarer Infektion die Darstellung der Erreger-spezifischen Antigene 
  • zur Klärung einer Virusinfektion (besonders wichtig bei immunsupprimierten Patienten, z.B. nach Transplantation oder Zytostase) und 
  • zum direkten Erregernachweis in Gewebeproben