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e:Bio / MMML-MYC-SYS: Molekulare Mechanismen in Malignen Lymphomen mit MYC-Deregulation: Ein systembiologischer Ansatz zu Genetik, Evolution, Signalling und Klinik bei Lymphomen.

Die dramatischen Effekte, die die Aktivierung des MYC-Transkriptionsfaktornetzwerkes in B-Zell-Lymphomen hat, wurden erstmals vor etwa 30 Jahren beschrieben. Bislang ist es aber nicht gelungen, eine klare Vorstellung der Mechanismen und damit einen spezifischen Therapieansatz zu entwickeln. Das Spektrum der MYC+ Lymphome scheint die Konsequenz eines multifaktoriellen Prozesses zu sein. Dieser muss in einem systematischen Modellansatz betrachtet werden, um den Einfluss der MYC- sowie anderen Mutationen von den Funktionen wie Hypermutation und Affinitätsreifung, die typisch für B-Zellen im Keimzentrum sind, zu trennen.  

Dieses Verbundprojekt hat das Ziel, die molekularen Mechanismen von MYC-aktivierten B-Zelllymphomen mit Hilfe von iterativen, daten- und modellgetriebenen Analysen aufzuklären. Wir nutzen dafür bereits vorhandene molekulargenetische und klinische Daten aus drei Konsortien, an denen wir seit vielen Jahren beteiligt sind (MMML, DSHNHL, NHL-BFM).

In einem iterativen Prozess werden wir schrittweise ein dynamisches Multiskalenmodell entwickeln. Dieses betrachtet (1) den Prozess der MYC-Translokation auf der genetischen Ebene und den Einfluss auf die Zelldifferenzierung, (2) die Aktivierung des Transkriptionsfaktorgetriebenen generellen Genregulationsnetzwerkes sowie geweberelevanter modularer Unternetzwerke, (3) die Krankheitsevolution auf der Keimzentrumsebene in Berücksichtigung von Effekten zusätzlicher funktioneller Mutationen und ermöglicht darüber hinaus (4) die Suche nach neuen potenziellen therapeutischen Zielen.

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).