Epigenetik

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Analysen zur Epigenetik bei klassischen Hodgkin Lymphomen und anaplastisch großzelligen T-Zelllymphomen

Klassische Hodgkin Lymphome (cHL) und anaplastisch großzellige T-Zelllymphome (ALCL) weisen einige Gemeinsamkeiten auf, die sie deutlich von anderen Lymphomentitäten abgrenzt: Beide exprimieren z.B. den Oberflächenmarker CD30 und ihre Tumorzellen verlieren nahezu alle Merkmale ihrer Ausgangszellen – cHL Tumorzellen weisen demnach keine B-Zellmerkmale mehr auf, wohingegen ALCL Tumorzellen all ihre T-Zellmerkmale verlieren.

In Rahmen des Projektes wird untersucht welche Rolle die Epigenetik in der Herunterregulation der jeweiligen Zellmerkmale spielt. Unsere bisherigen Ergebnisse lassen darauf schließen, dass zwei epigenetische Mechanismen an diesem Verlust beteiligt sind: Zum einen werden bestimmte Suppressoren durch DNA-Demethylierung und Histonacetylierung aktiviert, die eine indirekte  Herunterregulation der Ausgangszell-Merkamle zur Folge hat. Zum anderen werden wichtige Transkriptionsfaktoren wie z.B. PAX5 in cHL und TCF1, LEF1 und GATA3 in ALCL zusätzlich durch eine H3K27-Trimethylierung stillgelegt, um die Wiederherstellung des Ausgangszell-Expressionsprogramms zu verhindern.

Literatur zum Projekt

Joosten M, Seitz V, Zimmermann K, Sommerfeld A, Berg E, Lenze D, et al. Histone acetylation and DNA demethylation of T-cells result in an anaplastic large cell lymphoma-like phenotype. Haematologica. 2012 Aug 16. PMID:22899583

Ehlers A, Oker E, Bentink S, Lenze D, Stein H, Hummel M. Histone acetylation and DNA demethylation of B cells result in a Hodgkin-like phenotype. Leukemia. 2008 Apr;22(4):835-41. Epub 2008 Feb 7. PMID: 18256685

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), SFB/Transregio 54: Teilprojekte B4.