Sie befinden sich hier:

Bestimmung der Tumormutationslast (TML)

In aktuellen Studien konnte ein Zusammenhang zwischen der Mutationslast der Tumorzellen und dem Ansprechen auf Immun-Checkpoint-Inhibitor-Therapien gezeigt werden. (1-3)

Mittels Hochdurchsatzsequenzierungen (WGS, WES) konnten in groß angelegten Studien nicht nur Unterschiede in der Mutationslast für einzelne Tumorentitäten festgestellt, sondern auch spezifische Mutationsprofile aufgezeigt werden. (4)

Um die TML-Bestimmung für die Routine-Diagnostik zugänglich zu machen, wird in weiteren Studien (international und national) offenen Fragen, unter anderem bezüglich des Paneldesigns und der Datenauswertung, nachgegangen. 

Unsere Arbeitsgruppe ist aktiv an folgenden Studien beteiligt:

TML Assay Testung in Rahmen des Immuno-Oncology Consortiums

Der internationale Zusammenschluss von acht renommierten Arbeitsgruppen hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Multiplex-PCR basiertes TML Panel (Thermo Fisher Scientific) für Parallelsequenzierung von FFPE Gewebe, für zukünftige Routine-Diagnostik Anwendungen zu validieren.

Dafür werden in drei Studienphasen je Institut 32 Proben (Zelllinienkontrollen und klinische Proben) sequenziert und die Ergebnisse miteinander verglichen.

Erste Daten werden im September auf dem 30. Europäischen Kongress für Pathologie (ECP 2018) in Bilbao, Spanien vorgestellt werden. 

Nationale Vergleichsstudie Tumor Mutational Burden (TMB)

In der durch die "Qualitätssicherungs-Initiative Pathologie GmbH" (QuIP) ausgerichtete, technischen Vergleichsstudie sind elf Institute eingebunden, um zu einen die Inter-Labor-Variabilität bei der Anwendung der gleichen Assays und zum anderen die Inter-Assay-Variabilität bei der Verwendung des gleichen Tumormaterials mit unterschiedlichen Assays zu bestimmen.

Ebenfalls im Fokus steht die Frage, ob die Tumormutationslast als zuverlässiger prädiktiver Marker für Check-Point-Inhibitor basierte Therapien eingesetzt werden kann.

Die Organisation der Studie erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den "Friends of Cancer Research" (FoCR), die eine gleichgerichtete Initiative in den USA betreuen.

Unsere Arbeitsgruppe testet im Rahmen der Vergleichsstudie zwei unterschiedliche Assays (von den Firmen Thermo Fisher Scientific und Qiagen) auf einem Ion S5 XL Sequenziergerät.

Erste Ergebnisse der Zusammenarbeit aller Teilnehmer werden für den Oktober erwartet und dann auf dem ESMO-Kongress in München präsentiert.

1Rizvi NA, et al.: Cancer immunology. Mutational landscape determines sensitivity to PD-1 Blockade in non small cell lung cancer. Science. 2015; 3;348(6230):124-8. Pubmed

2Snyder A, et al.: Genetic Basis for Clinical Response to CTLA-4 Blockade in Melanoma. NEJM. 2014;371:2189-99. Pubmed

3Alexandrov LB, et al.: Signatures of mutational processes in human cancer. Nature. 2013;500(7463):415-21. Pubmed

4Lawrence MS, et al.: Mutational heterogeneity in cancer and the search for new cancer-associated genes. Nature. 2013;499(7457):214-18. Pubmed