ColoSYS - Ein systembiologischer Ansatz zur Aufhebung der Therapieresistenz bei Darmkrebs

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Projektbeschreibung ColoSYS

Darmkrebs ist eine der häufigsten Todesursachen weltweit. Biomarker Analysen erlauben derzeit Aussagen darüber, ob Patienten auf eine Therapie mit EGFR Inhibitoren ansprechen. Weitere Biomarker, die eine personalisierte Therapie der Patienten ermöglichen würden, sind jedoch rar. Das Verständnis, wie genetische Netzwerke Tumorwachstum vorantreiben, wie sie die Therapie modulieren und wie sie Resistenz induzieren, ist nach wie vor unzureichend.

Mit der Verfügbarkeit großer, öffentlich zugänglicher Datensammlungen, Standort-internen Sammlungen von Patientenproben und Patienten-abgeleiteten Modellen sowie ausgereiften bioinformatischen und experimentellen Ansätzen, zielt das COLOSYS Konsortium darauf ab, in silico Prädiktoren für das Therapieansprechen zu entwickeln. Diese sollen dann basierend auf Patienten-spezifischen Driver- und Resistenz-Mechanismen eingesetzt werden.

Durch die Integration verschiedenster Datentypen aus großen Tumor- und Zellliniendatenbanken werden neue Kolonkarzinom-spezifischen Driver identifiziert. Für die Erstellung von multi-Skalen Computer Modellen der molekularen Netzwerke, verantwortlich für das Wachstum der Tumorzellen, wird eine qualitativ hochwertige "Open-Source" Datenbank erstellt. Um die Effekte von Substanzen vorhersagen zu können, werden Simulationen mit Hilfe von logistischen und dynamischen Modellen eingesetzt werden. Die daraus abgeleiteten Vorhersagen werden anschließend in Zellkulturen, Organoiden und Maus-Xenografts getestet.

yH2AX und 53BP1 Immunfluoreszenz


Konsortium

Koordinator:

Prof. Martin Kuiper
Norwegian University of Science and Technology
Trondheim, Norway

Projektpartner:

  1. Prof. Christine Sers
    Molekulare Tumorpathologie, Charité–Universitätsmedizin Berlin
  2. Dr. Emmanuel Barillot Institut Curie
    Paris, Frankreich
  3. Prof. Alfonso Valencia
    Spanish National Center for Cancer Research (CNIO)
    Madrid, Spanien
  4. Prof. Lodewyk Wessels
    The Netherlands Cancer Institute, Amsterdam

Weitere Informationen zum ColoSYS-Projekt finden Sie hier.