DKTK - Forschungsprogramm "Molekulare Diagnostik, Früherkennung und Biomarkerentwicklung"

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DKTK (Deutsches Konsoritum für Translationale Krebsforschung) - Forschungsprogramm 'MDEB'

Genetische Heterogenität zwischen Tumoren und innerhalb eines Tumors ist eine der Ursachen für Tumorprogression und Therapieresistenz. Um diese Heterogenität im Kontext darzustellen wurden 27 CRC Patienten mit mehr als 90 Tumorproben analysiert. Mittels gezielter Sequenzierung erfolgte die Analyse der 100 in CRC am häufigsten mutierten Gene, parallel dazu wurden Kopienzahl-Änderung untersucht. Es wurden nur geringfügige Unterschiede in den Genmutationen zwischen Primärtumor und Metastasen eines Patienten gefunden, auch wenn mehrere Jahre und Therapien zwischen den Tumorproben lagen. Deutlich hingegen waren die Unterschiede in den Kopienzahlen, die von Tumorprobe zu Tumorprobe unterschiedlich waren. Ein Tumor wurde in 68 Teile zerlegt, alle Teile einzeln analysiert und die genetischen Veränderungen anhand des 3-dimensional rekonstruierten Tumors räumlich dargestellt. Diese Analyse zeigte, dass die Kopienzahlen von Genen innerhalb einer Tumorprobe je nach Lage im Tumor variabel sind. Damit wurde klar, dass die genetische Integrität von Tumoren maßgebliche Unterschiede sowohl innerhalb eines Tumors, aber auch zwischen den Tumorproben eines Patienten aufweist und zukünftige Diagnostik diese Unterschiede in Betracht ziehen muss.

BRCA2-Rotation

Das dreidimensionale Tumormodell zeigt, in welchen Arealen die Kopienzahl des Gens BRCA2 im Darmtumor verändert ist. Im inneren Tumorbereich fanden die Wissenschaftler besonders viele Kopien des Gens (dunkelrot), während in einigen äußeren Regionen die Kopienzahl kaum zunahm (hellrot) oder unverändert blieb (weiß).

© Christine Sers, Soulafa Mamlouk / Charité Berlin

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