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MAPTor-NET - Individualisierte Therapie pankreatischer neuroendokriner Tumore (pNET) durch MAPK-mTOR Netzwerkmodellierung

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Projektbeschreibung

Neuroendokrine Tumoren (NETs) gehören zu den seltenen Tumorenitäten mit steigender Inzidenz. Die Tumoren entstehen aus den neuroendokrinen Zellen und haben Eigenschaften endokriner (sezernierender) und neuronaler Zellen.

Patientinnen und Patienten werden im Schnitt im Alter von 56 Jahren diagnostiziert und mit verschiedensten Therapeutika behandelt. Bislang berücksichtigt keine Behandlung die genetische Heterogenität der Tumoren. Pankreatische Neuroendokrine Tumoren (pNETs) bilden eine (heterogene) Subgruppe der NETs, sie machen etwa 30% NETs aus. Der größere Teil sind gut differenzierte G1/G2 Tumoren, ein kleinerer Teil sind undifferenzierte, aggressive G3 Tumoren.

Eine Haupthypothese des Vorhabens ist, dass eine deutliche Verbesserung des Therapieerfolges bei pNETs durch einen gezielten systembiologischen Ansatz erreicht werden kann, bei dem das Patienten-individuelle Mutations- und Expressionsprofil des Tumors berücksichtigt wird. Hier sollen (Patienten)-individuelle biologische Veränderungen im Tumor (Mutationen, Expression, Aktivierung) in einem kombinierten mathematischen MAPK-PI3K-mTOR Modell abgebildet werden. Dieses Modell soll dann möglichst genaue Vorhersagen machen können, ob verfügbare oder zukünftig einzusetzende therapeutische Interventionen in diesen Signalwegen erfolgreich sind, oder ob mit "Escape-Mechanismen" im Sinne einer Therapieresistenz zu rechnen ist.

Daraus werden tiefer gehende Einblicke in die Mechanismen der pNET Tumoren erwartet und prädiktive Marker für eine individualisierte Therapie abgeleitet, die in der Routine-Diagnostik einsetzbar sind.

Das Bild zeigt eine globale Analyse der chromosomalen Abberationen in einer hochproliferativen Metastase eines pankreatischen neuroendokrinen Tumors (PNET):

Die Daten wurden mit Hilfe eines Infinium MethylationEPIC BeadChip von Illumina erstellt. Die Analyse erfolgt durch Herrn Dr. David Capper (Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung DKTK), Partnerstandort Berlin und der Charité - Universitätsmedizin Berlin, Institut für Neuropathologie.

ABL Inhibition führt zu morphologischer Veränderung in BON-1


Konsortium

Koordinatorin:

Prof. Dr. Christine Sers - Coordinator
Institute of Pathology (CharitéUniversitätsmedizin Berlin)

Projektpartner:

  1. Prof. Dr. Kathrin Thedieck
    Institut für Biologie und Umweltwissenschaften, Neurogenetik
    Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, D
    University Medical Center Groningen, Center for Liver, Digestive and Metabolic Diseases and Systems Biology Centre for Metabolism and Ageing, University of Groningen, NL
  2. Prof. Dr. Nils Blüthgen
    Institute of Pathology, Systems Biology of Molecular Networks
    Charité, University Medicine Berlin
  3. Prof. Dr. med. Marianne Pavel
    Medizinische Klinik m. S. Hepatologie und Gastroenterologie
    Charité, University Medicine Berlin
    Now:
    Universitätsklinikum Erlangen
    Leiterin Schwerpunkt Endokrinologie und Diabetologie
  4. Dr. Katharina Detjen
    Medizinische Klinik m. S. Hepatologie und Gastroenterologie
    Charité, University Medicine Berlin
  5. Prof. Dr. Ulf Leser
    Institute for Computer Science
    Humboldt-Universität zu Berlin

Weitere Informationen über das Projekt MAPTor-NET auf den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).